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Drachengeschichten gibt, es überall. Sie stammen aus allen Ländern dieser Erde, aus allen Zeiten und von jeder Gesellschaftsschicht. Eines jedoch haben Sie alle gemein, die Erzählung von den wohl legendärsten, großartigsten und mystischsten Kreaturen dieser Welt.
Auf den folgenden Seiten habe ich viele dieser Geschichten zusammengetragen. Märchen, Gedichte, Kurzgeschichten und sogar Romane. Doch damit nicht genug! Ich bitte Euch, ja Euch mir zu helfen.
Sendet mir Eure liebsten Drachengeschichten, egal ob selbst geschrieben oder nicht und helft diese Sammlung zu erweitern und anderen einen Einblick in die wunderbare Welt der Drachen zu bieten.
Doch nun genug der Worte, viel Spass mit den Drachengeschichten!
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Der Drache fährt aus von The Lord of the Dragonslayers
Genre:Sagen - Abgegebene Stimmen:1 - Punkte:3.00
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Das Alpenvolk in der Schweiz hat noch viele Sagen bewahrt von Drachen und Würmern, die vor alter Zeit auf dem Gebirge hausten und oftmals verheerend in die Täler herabkamen. Noch jetzt, wenn ein ungestümer Waldstrom über die Berge stürzt, Bäume und Felsen mit sich reißt, pflegt es in einem tiefsinnigen Sprichwort zu sagen: »Es ist ein Drach ausgefahren.« Folgende Geschichte ist eine der merkwürdigsten:

Ein Blinder aus Lucern ging aus, Daubenholz für seine Fässer zu suchen. Er verirrte sich in eine wüste, einsame Gegend, die Nacht brach ein und er fiel plötzlich in eine tiefe Grube, die jedoch unten schlammig war, wie in einen Brunnen hinab. Zu beiden Seiten auf dem Boden waren Eingänge in große Höhlen; als er diese genauer untersuchen wollte, stießen ihm zu seinem großen Schrecken zwei scheußliche Drachen auf. Der Mann betete eifrig, die Drachen umschlangen seinen Leib verschiedenemal, aber sie taten ihm kein Leid. Ein Tag verstrich und mehrere, er mußte vom 6. November bis zum 10. April in Gesellschaft der Drachen harren. Er nährte sich gleich ihnen von einer salzigen Feuchtigkeit, die aus den Felsenwänden schwitzte. Als nun die Drachen witterten, daß die Winterzeit vorüber war, beschlossen sie auszufliegen. Der eine tat es mit großem Rauschen und während der andere sich gleichfalls dazu bereitete, ergriff der unglückselige Faßbinder des Drachen Schwanz, hielt fest daran und kam aus dem Brunnen mit heraus. Oben ließ er los, wurde frei und begab sich wieder in die Stadt. Zum Andenken ließ er die ganze Begebenheit auf einen Priesterschmuck sticken, der noch jetzt in des hl. Leodagars Kirche zu Lucern zu sehen ist. Nach den Kirchenbüchern hat sich die Geschichte im Jahr 1420 zugetragen.

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